Eine Ehefrau sollte ein Mann nicht besitzen

Hört man von einem, er wohne immer allein, so ist das reizvoll; heißt es aber, er sei als Schwiegersohn in eine Familie eingetreten oder habe sich eine Frau genommen, so fühlt man sich gleich enttäuscht. Begnügt er sich mit einer Frau von allzu gewöhnlicher Art und hat sie dann dauernd um sich, so dünkt es uns selber gar zu feil. Ist es aber eine vorzügliche Dame, so heißt es wohl bald, er trage sie auf Händen und verehre sie wie seinen Buddha. Nimmt er sich eine, die sich trefflich auf den Haushalt versteht und auf sonst nichts, tut der Mann einem wirklich leid. Kommen dann die Kinder zur Welt, so werden sie so verwöhnt, daß es widerwärtig ist. Wird die Frau nach dem Tod des Mannes Nonne und welkt langsam dahin, so wirkt das, je länger der Mann tot ist, immer trübseliger. Mag eine Frau sein, wie sie will – es muß peinlich und erbitternd sein, sie Tag und Nacht um sich zu sehen. Auch die Frau wird einen solchen Zustand auf die Dauer quälend finden. Getrennt leben und manchmal unerwartet erscheinen, das dürfte viel eher zu einem Verhältnis führen, das lange währt. Sucht der Mann die von ihm Geliebte nur vorübergehend auf und bleibt dann eine Nacht, so ist es für beide stets ein überwältigendes Erlebnis.

Yoshida Kenko

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