Von Drachen & Prinzessinnen
Dez 28th, 2007 by Rudi
Wir sind ins Leben gesetzt, als in das Element, dem wir am meisten entsprechen, und wir sind überdies durch jahrtausendelange Anpassung diesem Leben so ähnlich geworden, daß wir, wenn wir stille halten, durch ein glückliches Mimikry von allem, was uns umgibt, kaum zu unterscheiden sind. Wir haben keinen Grund, gegen unsere Welt Mißtrauen zu haben, denn sie ist nicht gegen uns. Hat sie Schrecken, so sind es unsere Schrecken, hat sie Abgründe, so gehören diese Abgründe uns, sind Gefahren da, so müssen wir versuchen, sie zu lieben. Und wenn wir nur unser Leben nach jenem Grundsatze einrichten, der uns rät, daß wir uns immer an das Schwere halten müssen, so wird das, welches uns jetzt noch als das Fremdeste erscheint, unser Vertrautestes und Treuestes werden. Wie sollten wir jener alten Mythen vergessen können, die am Anfange aller Völker stehen, der Mythen von den Drachen, die sich im äußersten Augenblick in Prinzessinnen verwandeln; vielleicht sind alle Drachen unseres Lebens Prinzessinnen, die nur darauf warten, uns einmal schön und mutig zu sehen. Vielleicht ist alles Schreckliche im tiefsten Grunde das Hilflose, das von uns Hilfe will.
Rainer Maria Rilke
Viewed 218 times by 105 viewers








Guten Morgen, Rudi,
wie ich hierher gefunden habe, weiß ich nicht mehr -
vielleicht war es der Sternenstaub in meinen Augen,
der mich sehen ließ im Chaos des net.
Ich bin froh und dankbar und werde hier öfter mal versinken.
Bis bald mal grüßt dich
und zauberhafte Tage und Nächte wünscht dir
Camille
Hi Camille,
DANKE für dieses zauberhafte Feedback!
Du bist hier immer herzlich willkommen. Und ich werde mir auch 2008 alle erdenkliche Mühe geben, daß sich dein Besuch und “Versinken” hier lohnt.
Möge dir das Leben & die Liebe gelingen!
wünscht dir der unermüdliche “Eisbrecher” Rudi