Paul Austers Winterjounal

Paul-Auster_380x320

“Wie viele Morgen bleiben noch?”

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Tom Rush – Old Man’s Song

Es ist eine unbestreitbare Tatsache, dass du nicht mehr jung bist. Heute in einem Monat wirst du vierundsechzig, und wenngleich das nicht übermäßig alt ist, nicht das, was irgendjemand als fortgeschrittenes Alter bezeichnen würde, kannst du dich nicht der Gedanken an all die anderen erwehren, die es nicht geschafft haben, so weit zu kommen wie du. – Paul Auster

Klar daß ich mich mit 66 für das Thema Altern & Alter interessiere: Rudi vorher & nachher – Rudi 2003 & 2014 habe ich letzte Woche nüchtern, unprätentiös und unliterarisch gebloggt. Der amerikanische Bestseller-Autor Paul Auster kann das literarischer und poetischer: auch er befindet sich im Winter seines Lebens und erzählt uns davon in seinem Winterjournal.

Paul Auster zieht Bilanz, die Bilanz eines intensiv gelebten Lebens. Winter Journal ist eine poetische, zarte Autobiographie. Der Autor nimmt den Hörer mit zu all den Orten, an denen er lebte. Er lässt seine Liebesbeziehungen Revue passieren: viele kleine, einige große, immer aber leidenschaftlich gelebte. Und dann – dreißig Jahre lang – nur noch eine, die große Liebe zu Siri Hustvedt. Er erzählt über seine Kinder, ihr Aufwachsen, ihre Selbstständigkeit. Er beschreibt seine Blessuren, Krankheiten und Süchte, auch Begegnungen mit dem Tod. Eine schonungslose, emotionale Reise zu sich selbst und eine zärtliche Liebeserklärung an seine Frau. – Amazon

Noch etwas ist hier anders als in vielen anderen Autobiographien. Auster neigt keineswegs zur Schönfärberei in der Beschreibung seines eigenen Lebens. Im Gegenteil. Er berichtet von sich und seinem Leben so schonungslos, offen und ehrlich, dass man sich fragt, ob es im „Winterjournal“ überhaupt irgendwelche fiktionale Passagen gibt. Die Antwort dürfte negativ ausfallen. Es sei denn, der Autor übertreibt maßlos, wenn er von seiner Liebe zum Alkohol, über seine Tabaksucht oder die Besuche bei Prostituierten schreibt. – WDR2 Bücher

Es ist ein verdammt persönliches Buch. Es ist, falls es nicht deutlich geworden sein sollte, grandios. – taz

Eine erhebende Lektüre, die bei allen Katastrophen und Phobien, die erzählt werden, den Leser glücklich und gewachsen zurück lässt. – MDR

Paul Auster

Je älter du wirst, desto unwahrscheinlicher kommt es dir vor, dass du jemals die Willenskraft oder den Mut aufbringen wirst, deine geliebten Zigarillos und zahlreichen Gläser Wein dranzugeben, die dir in all den Jahren so viel Vergnügen bereitet haben, und manchmal denkst du, wenn du das alles zu diesem späten Zeitpunkt aus deinem Leben streichen solltest, würde dein Körper auseinanderfallen, würde dein Organismus einfach aufhören zu funktionieren. Zweifellos bist du ein beschädigter, ein verwundeter Mensch, ein Mann, der von Anfang an eine Wunde in sich herumgetragen hat (warum sonst hättest du dein ganzes Erwachsenenleben damit verbringen sollen, Worte auf Papier zu bluten?), und der Gewinn, den du aus Alkohol und Tabak ziehst, dient dir als Krücke, dein verkrüppeltes Ich aufrecht zu halten und durch die Welt zu tragen. – Paul Auster

Und wenn Sie beim Schmökern gerne gute Musik hören, Bluesdiary hat den Soundtrack dazu.

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Lizz Wright – Old Man

Bitte besuchen Sie : Rudis Bibliothek : Herzlich Willkommen

Banner-Buch-Tablet_480x120_thumb2142[1]

Viewed 3978 times by 1314 viewers

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.