Würde – Roman von Andrew Brown

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Wenn etwas in diesem Buch nicht vorkommt, dann ist es die menschliche Würde. Artikel 1 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland: (1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt. Aber wer schützt den Menschen vor sich selbst und vor den Lockrufen der Kapitalisten & Bankgster? Hast du was, bist du was! Geiz ist geil! Mein Auto, mein Haus, mein Boot! tönt es uns unaufhörlich in den Ohren. Wer diesen Sirenengeängen blindlings folgt, verliert seine Menschlichkeit und findet sich schon bald in einer absolut würdelosen Existenz wieder. Nachzulesen bei Andrew Brown in seinem Roman über die sog. „High Society“ in Südafrika. High ist sie auch, ja, zugedröhnt eben mit Drogen aller Art. Vor allem aber ist sie moralisch abgrundtief verkommen und „lebt“ absolut würdelos vor sich hin.

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Andrew Brown ist wie sein Protagonist Anwalt in Kapstadt. Als Reservepolizist ist er jede Woche auf den Straßen im Einsatz, als Aktivist gegen die Apartheid wurde er mehrmals verhaftet. Hier weiß einer, wovon er schreibt. Wie der Vorgänger „Schlaf, mein Kind“, ist auch „Würde“ nicht der „typische“ Krimi, vielmehr macht ihn sein Inhalt genrezugehörig. Es geht um das organisierte Verbrechen, das überall seine Finger im Spiel hat, es geht um korrupte Polizisten, um ein unzulängliches Rechtssystem, um brutalen Gefängnisalltag und um ignorierte Flüchtlingsschicksale. Aber es geht auch um Liebe und Leidenschaft, um Wahrheit und Lüge, um Täuschung und Verrat, um Selbsterkenntnis und Befreiung. Alles in allem: Andrew Brown ist ein starker, erschütternder und doch lebensbejahender Roman gelungen. Mag Afrika noch immer klischeehaft sein, Andrew Brown ist ein Autor, der daran etwas ändert. – Focus

Kapstadt, die Mutterstadt Südafrikas, die Schöne mit den vielen Gesichtern. Während im Schatten des Tafelbergs Flüchtlinge ums Überleben kämpfen, korrupte Polizisten ihr Gehalt aufbessern und das organisierte Verbrechen blüht, frisst der Alltag an Richard Calloways Glück: Eine triste Vorstadtidylle, eine eintönige Ehe und Dinnerparties, auf denen man sich nichts zu sagen hat. Doch dann übernimmt der Anwalt einen Fall, der sein Leben für immer verändern wird: Ein russischer Geschäftsmann soll einen Jungen überfahren haben. Der Augenzeuge ist verschwunden. Und die Aktenlage ist undurchsichtig. Als Richard dann auch noch auf die sinnliche nigerianische Einwanderin Abayomi trifft, wagt er sich Schritt für Schritt hinaus aus seinem Alltag. Doch auch der kleinste Schritt kann ein Schritt zu viel sein. Und manchmal gerät man in einen Strudel, aus dem es kein Entkommen gibt… – Klappentext

Und wenn Sie an diesem Südafrika-Roman Gefallen gefunden haben, dann werden Ihnen auch die Südafrika-Krimis von Deon Meyer & Roger Smith gefallen. Auf Wiederlesen!

Andrew Brown

Und wenn Sie beim Schmökern gerne gute Musik hören, Bluesdiary hat den Soundtrack dazu.

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Debbie Davies – Blue & Lonesome

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