Der traurige Polizist – Thriller von Deon Meyer

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Deon Meyer steht wie James Lee Burke, Dennis Lehane, Don Winslow oder James Ellroy ganz oben auf meiner Krimi-Hitliste. Allerdings kommt Deon Meyer nicht aus den Staaten, sondern wie Roger Smith & Andrew Brown aus Südafrika. Als Einstieg in Deon Meyers Crime-Kosmos empfehle ich Ihnen den hochkarätigen Thriller Der traurige Polizist – mich hat er restlos begeistert! Und Sie?

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Deon Meyer

Deon Meyer, Jahrgang 1958, ist unbestritten Südafrikas bester und erfolgreichster Thrillerautor. 1994 veröffentlichte er seinen ersten Roman. Er lebt in der Nähe von Kapstadt. Seine Romane erscheinen in mehr als fünfundzwanzig Ländern.

Seit dem Tod seiner Frau Lara ist Polizist Mat Joubert auf dem Weg nach unten. Er hat Übergewicht, er raucht zuviel, und neuerdings beschweren sich sogar die Kollegen über ihn. Als aus England ein neuer Chef nach Kapstadt kommt, erhält Joubert eine ernste Warnung: Entweder geht er zu einem Psychologen und lässt sich betreuen, oder er muss den Dienst quittieren. Während er noch zögert, was er tun soll, beginnt ein Serienmörder mit einer alten deutschen Pistole sein Unwesen zu treiben – und plötzlich steckt Joubert in seinem schwierigsten Fall. Für die Morde an mehreren weißen Männern gibt es scheinbar kein Motiv. – Verlagsinfo

Zwar spult auch Deon Meyer sein Programm ab, wenn er in Dreizehn Stunden ein amerikanische Touristin am Tafelberg von Mördern jagen lässt. Doch gelingen ihm detaillierte Schilderungen der Afrikaans-Musikszene Kapstadts, er unterzieht die Vororte der schwarz-weißen Mittelklasse einer Musterung und macht die alltäglichen Verständigungsprobleme der Gesellschaft mit Einsprengseln diverser südafrikanischer Sprachen auch auf formaler Ebene erfahrbar. Deon Meyer ist unter Südafrikas international renommierten Krimiautoren sicher derjenige, der das Genre am genauesten für ein Panorama der Post­apartheidsgesellschaft nutzt. – Freitag

Auszug aus dem Interview mit der Frankfurter Rundschau:

Deutschland ist schon seit Jahren und immer noch steigend ein riesiger Markt für Kriminalliteratur und Thriller. Warum lesen die Menschen so gern Mordgeschichten und finden das unterhaltsam?

Ich kann nur spekulieren: Vielleicht, weil das Leben so unfair ist. Das Leben hat oft keine sauberen Lösungen und Happy-Ends. Unser angeborener Gerechtigkeitssinn, unser natürliches Bedürfnis nach Anständigkeit werden im wahren Leben oft frustriert. Kriminalliteratur stellt diese Fairness wieder her, meistens bekommt der bad guy, was er verdient, und der Gerechtigkeit wird Genüge getan.

Ist ein Krimiboom typisch für ein Land, das in Frieden und Wohlstand lebt?

Nicht wirklich. Kriminalliteratur ist zum Beispiel in Kuba, Russland, Nigeria, Südafrika sehr beliebt, und keines dieser Länder ist ein Vorbild an Frieden und Wohlstand.

Deon Meyer

Und wenn Sie beim Schmökern gerne gute Musik hören, Bluesdiary hat den Soundtrack dazu.

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