Heimkehr – Roman von Toni Morrison

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Du bist frei. Nichts und niemand ist verpflichtet, dich zu retten, nur du selbst. Irgendwo in dir drin steckt dieser freie Mensch. Finde ihn und lass ihn was Gutes tun in der Welt. – Toni Morrison

Ähnlich wie in Chris Cleaves Little Bee geht es auch in „Heimkehr“ um Menschen auf der Flucht: diesmal auf der Flucht vor sich selbst (weil man etwas Scheußliches getan hat), auf der Flucht vor dem Krieg (weil er einen Scheußliches tun läßt), auf der Flucht vor dem Rassismus in Amerika (weil er einfach nur scheußlich ist). Meine erste Begegnung mit Toni Morrison – und bestimmt nicht die letzte!

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Toni Morrison, geboren am 18. Februar 1931 in Lorain, Ohio, ist eine amerikanische Schriftstellerin. Sie zählt zu den bedeutendsten Vertretern der afroamerikanischen Literatur und erhielt 1993 den Literaturnobelpreis.

Das Hörbuch

In „Heimkehr“ beschäftigt sich Literatur-Nobelpreisträgerin Toni Morrison mit dem Schicksal der Afroamerikaner in den USA der 50er Jahre. Frank Money ist mit massiven psychischen Schäden aus dem Koreakrieg zurückgekehrt und führt seitdem ein zielloses Vagabundenleben, unfähig, den Weg zurück in eine Gesellschaft zu finden, die ihn nicht verstehen kann und will. Als ihn die Nachricht erreicht, daß seine jüngere Schwester Cee in Gefahr ist und seine Hilfe braucht, macht er sich auf den Weg: nach Lotus, Georgia. Zu Cee, zu den Familien seiner gefallenen Kameraden. An den Ort, an dem ein düsteres Geheimnis ruht, dem Frank erst auf den Grund gehen muß, bevor er seinen Frieden finden kann … Doris Wolters (Deutscher Hörbuchpreis) und André Benndorff lesen dieses beindruckende Gesellschaftsporträt und geben Morrisons poetischer Sprache Wirkung. – Audiobuch

Die Presse

Ein Schreiben von höherer Literarizität als das von Toni Morrison ist kaum vorstellbar. Wenn man einen Vergleich sucht, muss man an William Faulkner denken. Heimkehr spart nicht an düsteren Farben, aber der Roman schließt mit einer Art Happy End. Es gibt so etwas wie home, einen Ort, an dem man sich nicht mehr verfolgt fühlen muss. Jedoch um an diesen Ort zu gelangen, hat der Protagonist einen langen Weg zu gehen, obwohl es der Ort seiner Kindheit ist. Toni Morrison erzählt von Heimkehr als Lebensaufgabe. – ZEIT

In keinem ihrer Romane hat Toni Morrison sich gescheut, Härte und Brutalität zu beschreiben. Und immer bleibt sie dabei differenziert. Dass es Toni Morrison in „Heimkehr“ gelingt, Frank als geschundene Kreatur statt als durchgeknallten GI darzustellen, als einen hochkomplexen Menschen, von dem man liest, ohne ihm die Pest an den Hals zu wünschen, dass sie dabei niemals sentimental wird, ist eine Meisterleistung. „Heimkehr“ endet hoffnungsvoll. Ein bisschen zu süßlich. So, als werde für Frank alles besser, sobald er nach Hause kommt. Als genüge es, den Blick über die pinkfarbenen Baumwollfeld schweifen zu lassen und alle Ängste, alle Schrecken, alle Traumata seien vergessen. So einfach ist es nicht. – Deutschlandfunk

„Heimkehr“ ist ein spannend erzähltes Buch, in der Sprache zugänglicher und einfacher als frühere Romane der inzwischen 83-jährigen Autorin. Gutes Erzählen allein aber hat dieser Autorin noch nie gereicht, es geht ihr immer auch um ein Kapitel afroamerikanischer und damit bislang noch immer viel zu selten erzählter Geschichte. – taz

Toni Morrisons grandioser Roman „Heimkehr“ handelt von einem schwarzen Soldaten. Er hat seine beiden besten Freunde verloren, wird geplagt von alptraumhaften Visionen und muss sich als Schwarzer durch seine „Heimat“ schlagen – doch ob diese Situation tatsächlich etwas Heimatliches hat? Ein schmales Buch, das virtuos und sprachmächtig Franks Kriegserinnerungen verwebt mit der Geschichte seiner Familie. Denn Frank und seine kleine Schwester Cee wuchsen auf im Dörfchen Lotus, Georgia, das von Armut und Gewalt geprägt war. – WAZ

In ihrem Roman „Heimkehr“ („Home“) versammelt die 83-jährige Autorin wie in einem Kabinett alle Grausamkeiten, zu denen Menschen fähig sind. Schwarze verüben sie an Schwarzen, Weiße an Schwarzen, Erwachsene an Kindern, Ärzte an Patienten. Und manchmal bleibt es dem Leser überlassen, die Täter einer Ethnie zuzuordnen. Die beiden Protagonisten, ein schwarzes Geschwisterpaar, durchleiden alle Stufen der Barbarei: Enteignung, Vertreibung, Flucht, Krieg und Misshandlung. – Literaturkritik

Toni Morrison

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