Blutiges Erwachen – Thriller von Roger Smith

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Roger Smith hat eine erschütternde, aufrüttelnde, an Spannung kaum zu überbietende Geschichte geschrieben, die so noir ist, dass selbst das Gute lediglich als Schatten seiner selbst durchschimmert. – Krimi-Couch

Die Thriller von Roger Smith faszinieren mich nun schon seit einigen Jahren. Gebloggt habe ich über ihn erstmals hier: Staubige Hölle – Thriller von Roger Smith. Auch „Blutiges Erwachen“ habe ich schon vor Jahren gelesen. Jetzt habe ich mir auch noch das Hörbuch reingezogen. Hochspannung pur, einfach nur genial, wie spannend dieser Mann von gesellschaftlichen Außenseitern und menschlichen Tragödien zu erzählen weiß!

Ein höllisch heißer Sommer in Kapstadt. Das amerikanische Ex-Model Roxy und ihr Mann Joe, ein zwielichtiger Waffenhändler, werden überfallen. Joe wird verwundet, und als die schwarzen Gangster mit seinem Wagen verschwunden sind, handelt Roxy kurz entschlossen und erschießt ihren Mann. Die beiden Gangster, die plötzlich unter Mordverdacht stehen, schwören auf Rache. Doch unverhofft findet Roxy einen Beschützer, den farbigen Billy Afrika, der allerdings seine ganz eigenen Ziele verfolgt. Und sie alle haben Piper im Nacken, einen liebesbesessenen Psychopathen, der brutal entschlossen ist, sich das zu holen, was er für sein Eigentum hält … – Verlagsinfo

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Roger Smith

1960 in Johannesburg geboren, ist Drehbuchautor, Regisseur und Produzent, lebt und arbeitet in Kapstadt. Während der südafrikanischen Apartheidjahre hat er das erste hautfarbenübergreifende Filmkollektiv gegründet. Daraus ist eine Reihe von wichtigen, international erfolgreichen Protestfilmen hervorgegangen. Sein Debüt »Kap der Finsternis« aus dem Jahr 2009 war ein großer internationaler Erfolg und wird in Hollywood verfilmt. 2010 erschien »Blutiges Erwachen«, beide Bücher standen wochenlang auf Platz 1 der KrimiWelt-Bestenliste. – Verlagsinfo

Roger Smith über „Blutiges Erwachen“

Die Presse

Als durchschreite Roger Smith im Stile Dantes Göttlicher Komödie die einzelnen Kreise der Hölle- diesmal allerdings ohne Aussicht auf Läuterung – konfrontiert der Autor seine Leser mit dem Röcheln der Ausgebrannten. Wenn er Discos Überleben schildert, dessen Mutter ihn würgt und halbtot in einen schwarzen Müllsack auf einer Deponie entsorgt, weil ihr Liebhaber sie dazu aufgefordert hat, sich zwischen ihm und ihrem Sohn zu entscheiden, greift das blanke Entsetzen um sich. Denn Disco ist nicht tot, er schält sich aus seinem Plastiksarg hervor und kehrt zur Mutter zurück. Weil sie ihn doch liebt. Und beschwört eine weitere Katastrophe herauf. Der Schrecken abseits jeglicher Tagesschautauglichkeit, abseits der Diskussionsrunden mit Experten findet bei Smith seine Daseinsberechtigung. Schwer gezeichnet, taumeln seine Helden durchs Leben und suchen erst gar nicht nach der Erlösung. Roger Smith hat eine erschütternde, aufrüttelnde, an Spannung kaum zu überbietende Geschichte geschrieben, die so noir ist, dass selbst das Gute lediglich als Schatten seiner selbst durchschimmert. – Krimi-Couch

17.000 Morde im Jahr in Südafrika

In Südafrika werden mehr als 18.000 Morde jährlich verübt, der Sicherheitsminister nennt sein Land Killing Fields. – SZ

Ab nach Kapstadt? In „Blutiges Erwachen“ beschreibt der schreibende Exorzist Roger Smith die südafrikanischen Metropole als eine Art oberirdische Hölle. In Kapstadt sind die Straßen Gräber, und der Himmel ist ein großer Sargdeckel. Wie es Smith, dieser große Unerschrockene, versteht, das anhaltende Quälen, Vergewaltigen und Abschlachten auf der Dark-City-Seite von Kapstadt in Sprachbilder zu übersetzen, ist grandios. Dabei gelingen ihm Szenen und Sequenzen von archaischer Wucht. Gnadenlos inszeniert Roger Smith das Jagen und Gejagtwerden rund um den Tafelberg – verdichtet in Snapshots, deren grelle Härte in der derzeitigen Krimiszene ihresgleichen suchen. – SZ

„Blutiges Erwachen“ ist ein Galopp durch eine Hölle, von der das südafrikanische Fremdenverkehrsamt bestimmt nichts wissen will. – FR

Es ist schwer, einem südafrikanischen Autor wie Roger Smith vorzuwerfen, seine Bücher seien besonders blutig und brutal. Denn die Realität übertrifft dort den Literaten. In der Statistik der Vereinten Nationen sind nur El Salvador und Kolumbien etwa so mörderisch wie Südafrika. Von rund 50 Morden pro Tag – bei einer Bevölkerung von 50 Millionen – war zur Zeit der Fußball-WM die Rede. In Deutschland waren es, zum Vergleich, im Jahr 2009 insgesamt 365 vollendete Taten, ein Mord pro Tag. – FR

Roger Smith

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