Das Trumpeltier & die Drogen

Bekanntlich will Trump eine Mauer zu Mexiko bauen, um illegale Einwanderer & illegale Drogen zurückzudämmen. Wenn nicht zu Lande, dann kommen die unerwünschten Menschen & Drogen eben zu Wasser oder über die Luft ins Land. Aber was, wenn der Feind gar nicht von außen kommt, sondern längst im Land ist?! BIG PHARMA heißt der Killer, der im Innern des Landes auf arglose Opfer lauert, um mit ihnen BIG MONEY zu machen…

60.000 Amerikaner sterben jährlich an einer Überdosis Opioide, vor allem durch Arzneien. Jetzt gilt der nationale Notstand. 142 Amerikaner sterben jeden Tag an einer Überdosis Opioide wie Oxycodon, Fentanyl oder Heroin. Die Opioid-Krise in den USA ist zu einer beispiellosen Epidemie herangewachsen. Allein 2015 töteten vor allem Schmerzmittel 59.000 Amerikaner, insgesamt dürften in den vergangenen bis zu 15 Jahren 300.000 Menschen verstorben sein. Viele junge Menschen können zudem nicht mehr arbeiten, weil sie abhängig sind. Der wirtschaftliche Schaden soll bei fast 80 Milliarden US-Dollar pro Jahr liegen.

Die Opioid-Krise ist nicht neu. Begonnen hat sie schon vor knapp 20 Jahren, als Pharma-Unternehmen merkten, dass sie mit Opioiden eine Menge Geld verdienen können. Insbesondere das Schmerzmittel Oxycodon kurbelte den Missbrauch von Medikamenten mit diesen Substanzen an. Wer das Opioid Oxycodon schluckt, in dessen Blut gelangt der Stoff langsam und kontinuierlich. Wer das Mittel aber zerstößt und schnupft, bekommt einen Kick wie von einer Heroinspritze. Studien zeigen, dass drei von vier Heroinabhängigen, die nach 2000 süchtig geworden sind, mit verschriebenen Opioiden angefangen haben.

Warum lassen wir zu, dass Pharmaunternehmen so oft lügen, gewohnheitsmäßig Straftaten begehen und Hunderttausende von Patienten umbringen? Warum schicken wir die Verantwortlichen nicht ins Gefängnis? – Prof. Peter Götzsche

Letztlich liegt der Auslöser der Opioid-Krise aber im unmoralischen Verhalten pharmazeutischer Unternehmen (American Journal of Public Health: Van Zee, 2009). „Sie wussten, es war falsch und sie haben es trotzdem getan – und sie machen damit weiter“, fasste es der Generalstaatsanwalt von Ohio, Mike DeWine, zusammen. Ohio klagt gerade fünf Pharmafirmen wegen irreführender Opioid-Werbung an. Aber selbst wenn Ohio den Rechtsstreit gewinnt, sind die Unternehmen in den USA noch immer viel zu schlecht reguliert. Sie nehmen Einfluss auf Ärzte und Politik und dürfen ihre Produkte fast beliebig bewerben. – ZEIT

Wenn Medizin uns krank macht

In Amerika kostet ein Päckchen Heroin weniger als eine Schachtel Zigaretten. Die Sucht aber fängt mit Schmerzmitteln an. Medikamente als Falle: 80 Prozent der Heroinsüchtigen in Amerika kamen 2015 von Schmerzmittelmissbrauch zu Heroin. Heroin und Medikamente wie Oxycontin, eines der bekanntesten verschreibungspflichtigen Opioide, sind chemisch sehr ähnlich. Für Donald Trump, der nun einen nationalen Notstand erklärt hat, ist dies ein riskantes Thema.

Pharmaunternehmen wie Purdue, Erfinder des populären Schmerzmittels Oxycontin, haben die Mittel jahrzehntelang aggressiv vermarktet und verdienen damit Milliarden Dollar. Die Verschreibungen von Opioiden vervierfachten sich zwischen 1999 und 2010. Oxycontin wurde zum meist verkauften Produkt in dieser Kategorie und brachte Purdue drei Milliarden Dollar pro Jahr ein. Die Behauptung, dass Oxycontin und andere Opioide, die etwa in Deutschland vor allem bei schweren Krebserkrankungen zum Einsatz kommen, nicht süchtig machen, war einer der wesentlichen Gründe, warum das Justizministerium schließlich gegen Purdue ermittelte. Mehrere Staaten hatten wegen irreführender Werbung geklagt; die Bundesbehörde für Medikamentenkontrolle FDA hatte festgestellt, dass das Unternehmen Ärzten Vergünstigungen für die Verschreibung von Oxycontin gegeben und sie über das Suchtpotential des Medikaments getäuscht hatte. 634,5 Millionen Dollar musste Purdue im Jahr 2007 schließlich zahlen. – FAZ

Kokain ist nicht gut, sondern immer schlecht. Aber wenn man nicht gut drauf ist, kann es für eine halbe Stunde helfen. Wie ein Glas Wodka. Wie alle Drogen. Manche sind legal, andere illegal. – Frédéric Beigbeder

Millionen Amerikaner sind abhängig von Schmerzmitteln, auch weil sie den Versprechungen der Pharmaindustrie geglaubt haben. Der Unternehmer Michael Sherwin bemerkte die Veränderungen zum ersten Mal vor gut drei Jahren. Immer häufiger musste er Bewerber, die für seine Firma arbeiten wollten, ablehnen. Die potenziellen Mitarbeiter scheitern nicht an fehlenden Qualifikationen, sondern am vorgeschriebenen Drogentest. Mindestens ein Viertel der Interessenten hatte Opioide im Blut, jene Substanzen, die in vielen Medikamenten helfen, Schmerzen zu lindern. Wie Sherwin geht es inzwischen vielen Arbeitgebern in Bundesstaaten wie Ohio, West Virginia oder Kentucky. Inzwischen hat der Arbeitnehmermangel einen Namen bekommen: Opioidkrise. Zahlreiche Fabriken klagen, mit der Konkurrenz im Ausland nicht mithalten zu können, weil es ihnen an Personal fehlt und nicht so viel produzieren können, wie sie wollten. Zugleich verlieren sie langjährige und mühsam angelernte Mitarbeiter an die Sucht. Inzwischen werden die Folgen auch für die Volkswirtschaft immer deutlicher spürbar. Neuste Studien schätzen den wirtschaftlichen Schaden jährlich auf rund 80 Milliarden Dollar.

Die Krise ist das Ergebnis einer millionenschweren Werbekampagne. Hersteller wie Purdue, Teva und Johnson & Johnson hatten die neu entwickelten Medikamente in den neunziger Jahren als neue Allzweckwaffe gegen chronische Schmerzen beworben und Ärzte im ganzen Land dazu gebracht, sie häufiger zu verschreiben. Die Kampagne zahlte sich aus: Seit 1999 hat sich die Zahl der Verschreibungen vervierfacht, allein die Verkäufe des Marktführers Oxycontin stiegen zwischen 1996 und 2010 von 45 Millionen auf 3,1 Milliarden Dollar. – ZEIT

Ich halte jeden Menschen für voll berechtigt, auf die derzeitige Beschaffenheit unserer Welt mit schwerstem Alkoholismus zu reagieren, so weit er sich nur was zum Saufen beschaffen kann. Sich und andere auf solche Weise zu zerstören, ist eine begreifliche und durchaus entschuldbare Reaktion. Wer nicht säuft, setzt heutzutage schon eine beachtliche und freiwillige Mehrleistung. – Heimito von Doderer

! Das Trumpeltier : Sieg Heil ?

Die Finger zusammen und der Hitlergruß ist perfekt. Zufall? Dieser „Mann“ ist zwar eine Witzfigur, aber eine brandgefährliche. Eine orientierungslos vor sich hintorkelnde Zeitbombe. America First? Mit dieser Niete? Er wird weder die Drogen-Probleme der Amerikaner noch sonst was in den Griff kriegen. Weil er ein jämmerlicher Versager ist. Dumm, arrogant, aggressiv. Wen wundert’s, daß die Amis massenhaft Schmerzmittel schlucken, um Trump auszuhalten? Der Mann tut echt weh!

Die Dummheit kennt keine Grenzen,
aber verdammt viele Leute. – Graffiti

Das Trumpeltier & die Drogen

Das Trumpeltier „regiert“ die Welt

Unterschätze nie die Macht dummer Leute,
die einer Meinung sind.
Kurt Tucholsky

Und wenn Sie beim Anbeten oder Verfluchen der Trumpeltiere dieser Welt gerne gute Musik hören, Bluesdiary hat den Soundtrack dazu.

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Zucchero & Solomon Burke – A Devil In Me

Best Blues @ Bluesdiary

When you’re in trouble,
the Blues is the man’s best friend.
Otis Spann

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The Blues is the roots and the rest are the fruits.
Willie Dixon

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