Still – Chronik eines Mörders von Thomas Raab

Spiegel : Ein Serienkiller, wie es noch keinen gab.

„Still – Chronik eines Mörders“ – das ist eine originelle Story, erzählt in einer ebenso originellen Sprache. So eine Geschichte, vorgetragen in so einem Tonfall, haben Sie garantiert noch nicht gelesen. Also zuhören!

Thomas Raab

Thomas Raab , geboren 1970 in Wien, ist ein österreichischer Schriftsteller, Drehbuchautor und Musiker. Bekannt wurde er vor allem durch seine Kriminalromane um den Restaurator Willibald Adrian Metzger. Er studierte Mathematik und Sportwissenschaften. Bereits während seines Studiums trat er als Singer-Songwriter, Pianist und musikalischer Leiter einer renommierten Wiener Musicalschule und diverser Musiktheaterproduktionen auf. Seit 1997 ist er als freischaffender Autor, Komponist, Interpret und Pädagoge tätig. Thomas Raab lebt heute in Wien.

Das Buch

Nur eines verschafft Karl Heidemann Erlösung von der unendlichen Qual des Lärms dieser Welt: die Stille des Todes. Blutig ist die Spur, die er in seinem Heimatdorf hinterlässt. Durch sein unfassbar sensibles Gehör hat er gelernt, sich lautlos wie ein Raubtier seinen Opfern zu nähern, nach Belieben das Geschenk des Todes zu bringen. Und doch findet er nie, wonach er sich sehnt: Liebe. Bis er auf einen Schatz stößt. Ein Schatz aus Fleisch und Blut. Ein Schatz, der alles ändert.

Ein berauschendes Leseerlebnis, aufwühlend, soghaft, eine virtuose literarische Komposition, die sich ­konsequent in den Dienst des Erzählten stellt. – Verlagsinfo

Die Leser

Von Geburt und Metamorphose eines Monsters, eines Serienkillers erzählt der Österreicher Thomas Raab in seinem ersten Roman außerhalb der vergnüglichen Krimi-Reihe um den Hobbydetektiv Willibald Adrian Metzger, die ihn neben Wolf Haas zum bekanntesten Genre-Autor Österreichs werden ließ. Karl ist ein Serienkiller, wie es noch keinen gab in der Literaturgeschichte. Kein soziopathischer Schöngeist wie Thomas Harris‘ Schöpfung Hannibal Lecter und schon gar kein sadistischer Schlächter wie in den unappetitlichen Metzeleien eines Sebastian Fitzek.

Dass die Geschichte mit dem Tod Karls enden wird, verrät uns Raab bereits auf der ersten Seite. Dass er trotzdem den Weg zu einem versöhnlichen, einem tröstlichen Finale findet, gehört zu den vielen wunderbaren Ideen, die in diesem fantastischen Roman versammelt sind. – Spiegel

„Still“ bannt einen und ist dennoch kein Buch, das man wegen seiner Spannung liest. Thomas Raab schreibt aus der Sicht des Mörders und hält doch gleichzeitig, die Ich-Form meidend, Distanz zu seiner Hauptfigur. Sprachmächtig, -wuchtig packt er die Geschichte ein, zielt mit aller Formulierungskunst aber nicht auf eine psychologische Plausibilisierung und Erklärung, sondern blickt fast immer von außen auf Karl. – FR

Der Autor beschreibt in atmosphärisch dichten Bildern und einer ruhigen, wenig pathetischen aber genau beobachtenden Sprache aus der Sicht eines neutralen Beobachters die Entwicklung eines Kindes hin zum Mörder. Es ist das Psychogramm eines Menschen, der gesegnet und gleichzeitig gestraft ist mit einem unsagbar feinen Gehör, das ihn den Lärm der Umwelt und der Menschen als Qual empfinden lässt. Die Stille, auch die des Todes, erscheint ihm wie eine Erlösung, für sich und die Opfer. Und so zieht er eine blutige Spur durch sein Dorf. Dem Autor ist mit „Still“ sprachlich wie inhaltlich ein herausragendes Buch gelungen, dessen Sog sich das Lesungspublikum kaum entziehen konnte. – Mittelbayerische

Bekannt ist der Wiener Autor Thomas Raab für seinen in kriminalistische Abenteuer stolpernden Restaurator Willibald Adrian Metzger. Mit seinem neuen Roman hat sich Raab auf neues Terrain begeben – den (über)sinnlichen Thriller. “Still” ist eigentümlich, irritierend – und unser Buch-Tipp der Woche. – Vienna Online

Thomas Raab

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Je mehr ich las, um so enger wurden meine Beziehungen zur Welt, um so leuchtender und bedeutsamer wurde für mich das Leben. Jedes Buch war wie eine kleine Sprosse, über die ich vom Tier zum Menschen aufstieg. – Maxim Gorki

Herzlich : Rudis Bibliothek : Willkommen

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