Stets umzuschaffen das Geschaffne

Stets umzuschaffen das Geschaffne,
Damit sich’s nicht zum Starren waffne,
Wirkt ewiges, lebend’ges Tun.
Und was nicht war, nun will es werden,
Zu reinen Sonnen, farb’gen Erden;
In keinem Falle darf es ruhn.

Es soll sich regen, schaffend handeln,
Erst sich gestalten, dann verwandeln;
Nur scheinbar steht’s Momente still.
Das Ew’ge regt sich fort in Allen:
„Denn Alles muß in Nichts zerfallen,
Wenn es im Sein beharren will.“

Goethe

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Nutze Deine jungen Tage

Nutze Deine jungen Tage,
lerne zeitig, klüger sein.
Auf des Glückes großer Waage
steht die Zunge selten ein.

Du mußt steigen oder sinken,
Du mußt herrschen und gewinnen
oder dienen und verlieren,
leiden oder triumphieren,
Amboß oder Hammer sein!

Goethe

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